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Donnerstag, 29. März 2007

Anzuchtsböden und mehr..

Von aroma-raeucherpflanzenanbau, 13:45

Hi,

es gibt verschiedene Anzuchtsmöglichkeiten:

Torfquelltöpfe: abzulehnen, denn nicht nur das Torfabbau nicht umweltgerecht ist, Torf einmal ausgetrocknet kann kein Wasser mehr aufnehmen. Somit rauscht das Gießwasser einfach durch. Ein Möglichkeit wäre das "tauchen" der Pflanzen in einem tiefen Eimer lauwarmen Wassers, solange bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.

Torftöpfe : dies sind so kleine Torftöpfe (erhältlich in verschiedenen Größen) die mit Substrat befüllt werden kann..nicht sehr stabil, Vorteil die Pflanzen können incl. Topf verpflanzt werden..Nachteil: Torf siehe oben, und mangelnde Stabilität, Torftöpfe neigen bei zuviel Feuchtigkeit zum schimmeln!

Pflanzpaletten: eine Platte mit Vertiefungen ( verschiedene Größen erhältlich), in diese wird Pflanzsubstrat eingefüllt, Vorteil: wiederverwendbarkeit, stabil, piktierfreundlich. Nachteil: zuviel an Nässe kann nicht abfließen, Umtopfen ist nur leicht wenn genug Wurzeln vorhanden sind ( Ballenbildung).

Einzeltöpfe: kleine Töpfe meist aus Plastik, verschiedene Größen erhältlich. Vorteile: unabhängige Stellfläche, für Einzelpflanzen oder Saatscheiben günstig,wiederverwendbar.  Nachteil teuer, viel Substratverbrauch, viel Platzverbrauch, unwirtschaftlich. Dunkle Topfe werden zu heiß! Wenn schon, dann helle verwenden!. Oder Tontöpfe: auch teuer, schwer, empfindlich, platzintensiv..zwar wiederverwendbar, nach einiger Zeit aber unansehnlich (Kalkblüte, Risse, Abblätterungen), u.U. nicht Frostfest. Vorteil: viele verschiedene Größen und Farben erhältlich, stabil und windsicherer :O) stapelbar, Wasseraustauschend (d.h. vor Bepflanzung unbedingt auch die Töpfe wässern, sie entziehen der Erde sonst zuviel Feuchtigkeit.)

Blumenkasten: es gibt Kästen mit Wasserkontrolle, die benötigte Erde kann je nach Bedarf eingefüllt werden, eher etwas für Frühsommer. Nachteil hoher Erdverbrauch, günstig eigentlich nur für Streusamen, also große Menge Samen einer Art.

Freilandpflanzung: Erfolg hängt ab von Bodenqualität, Wärme und Feuchtigkeit...eher etwas für robuste Pflanzen im Frühsommer oder im sehr milden Frühjahr.

Anzuchterde: es gibt fertige Anzuchtserde, für viele Pflanzengruppen geeignet:  Kräuter und Anzuchtserde, Piktiererde..diese sind fast ungedüngt,dies verhindert ein "verbrennen" der jungen Pflanzen bzw. ein vergeilen (lange dünne Stängel ohne richtigen Halt) Vorteil : gut und günstig, verschiedene Mengen 5-25 Kilo erhältlich, Nachteil: manchmal etwas zu "fest" dann braucht der Boden etwas Sand, evtl. später Düngereinsatz nötig.  Merke: nicht unbedingt zum billigsten Produkt greifen, sondern in Markenqualität investieren! Blumenerde ist ungeeignet, meistens zu scharf und überdüngt, Erde für Kästen oder Container haben Füllstoffe die die Wurzelchen beschädigen können und haben in der Regel zur Anzucht viel zuviel Dünger! Für weiteren Anbau gibt es Spezialerden ( Orchideen, Rosen, Gehölze.....und eben auch Kräuter)

Kokossubstrat: Dieser gepresste Kokosblock ergibt nach Zugabe von 3 Litern Wasser 10 Liter gebrauchsfertiges Kokossubstrat, wobei sich das Volumen in etwa verzehnfacht. Durch das geringe Ausgangsvolumen und Gewicht ist dieses Substrat sehr einfach zu transportieren. Kokossubstrat hat im Vergleich mit gewöhnlicher Topferde viele Vorteile: - sehr einfach im Gebrauch - niedriger EC-Wert von < 0,4 mS/cm - ein idealer pH-Wert von 5,8 - perfekte Wurzelentwicklung - das Kokossubstrat ist sehr locker und lässt Wasser gut ab - geringes Gewicht: 85 kg/m3 (Topferde 125 kg/m3) - Kokos nimmt schnell Wasser auf - Kokossubstrat kann wieder verwendet werden - der Ertrag mit Kokossubstrat liegt oft etwas höher als der mit anderen Substraten Dieses Substrat ist vollkommen durchspült und behandelt gegen Krankheiten, Ungeziefer und Unkraut, und enthält spezielle Beigaben für ein Spitzenresultat. Fazit: Also nicht unbedingt echtes Bio, aber aus nachwachsenden Rohstoffen,( Kokosnussschalen) leicht zu transportieren, platzsparend..Nachteil nicht so ganz günstig und nicht wirklich Ökologisch/Bio durch Verarbeitung und Transport und durch die Behandlung..aber wiederverwendbar und nicht so trockenheitsempfindlich wie Torf, lagerfähig. Und durch die Hitzebehandlung fast kein Risiko durch Krankheiten und Ungeziefer, ziemlich Schimmelresistent!. Viele Gärtner haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht!

Eigene Anzuchtserde: man kann sich die Erden je nach Bedürfniss der Pflanzen selber mischen: Vorteil perfekt abgestimmmte Erde, man kann die benötigte Menge selber bestimmen, so grob oder so fein wie man sie braucht. Nachteil: man braucht die verschiedenen Zutaten und das Wissen wie was mischen. Tipp fertige Anzuchtserde verfeinern (Kies, Sand, Holzspäne...)

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